Im Garten der Namen

 

Ewigkeitssonntag – 26. November 2017

Gottesdienst mit der Kantorei um 9:30 Uhr in der Friedhofskapelle, An der Mühle 2a

Mit Gedenken an die Verstorbenen 2016 bis 2017

Im Anschluss nach dem Gang zu den Gräbern Austausch bei heißem Kakao im Torbogen

Wenn die Blätter fallen und die Tage gar nicht aus dem Dämmerlicht herauskommen, dann zieht es so manchen zu den Gräbern. An einem Novembertag langsam durch die Reihen schlendern zu dem Ort, wo der Angehörige begraben liegt. Zwischen den Steinen längs, am Holzkreuz vorbei, ein anrührender Engel da drüben, eine Marmorsäule hier, ganz bemoost. Die vielen Namen lesen und um die Schicksale von so manchem wissen. Der Kapitän, der auf See blieb. Der junge Mann, Jahrgang 1925: Vermisst im Osten – Kein Todesdatum. Die Lebensgeschichte blättert sich dabei wieder auf, die des Menschen, der verstarb, wie auch die eigene. Unser Friedhof bleibt ein Ort der Namen, auch wenn die goldgefassten Buchstaben verwittern. Er ist ein stiller Garten im Getöse des Urlaubsortes, der an Blühen und Verwelken, Werden und Vergehen erinnert. So schließt sich der Kreis: Ein Garten stand am Anfang der Menschheit – der Garten Eden, das Paradies. In dieses Paradies, so die Botschaft des Evangeliums, werden wir am Ende wieder hineingehen.