Judas – Monodrama in St. Clemens am Karfreitag

Eine gewaltige Herausforderung bedeutet es für den Lübecker Schauspieler Hartmut Lange sich der Persönlichkeit des Mannes zu nähern, der nach der biblischen Überlieferung als Jünger Jesu und zugleich als dessen Verräter eine Schlüsselrolle einnimmt für den Leidensweg Jesu bis zum Tod am Kreuz.

Eher ein Bauernopfer?
In der Geschichte des christlichen Glaubens wurde Judas zur Projektionsfläche für das abgründig Böse in der Seele der Menschen, doch nicht ohne zugleich auch Mitgefühl zu wecken für die Tragik dieses Mannes. War die Tat des Judas wirklich dessen persönliche Schuld, oder war er nicht doch eher ein Bauernopfer, eine Marionette Gottes?

Schutzpatron für Haderer
Brauchte, ja missbrauchte Gott gar den armen Judas, um seinen Heilsplan durchzuführen, der die Menschheit retten sollte. Wurde Judas, der seine Tat doch bitter bereute, gar auch für unsere Schuld in die Verzweiflung und den Tod getrieben? Wird Judas durch sein Schicksal gar zu einer Art Schutzpatron derer, die mit Gott und ihrem Schicksal hadern und den eigenen Tod als Ausweg suchen?

Freiheit oder Schicksal
Mehr noch als die Kulisse einer Theaterbühne eignet sich der sakrale Raum der Fischerkirche, um sich im Angesicht des Gekreuzigten diesem Abgrund ungelöster Menschheitsfragen zu stellen. Wer war Judas? Opfer oder Täter? Wer sind wir? Menschen mit der Freiheit zu entscheiden oder eher einem dunklen Schicksal ausgeliefert?

Das Monodrama von Lot Vekemans zum zweiten Mal in der Fischerkirche

Karfreitag
19. April
19 Uhr

8 Euro

Karten ab 18 Uhr an der Abendkasse