13. Januar 2011

Neocorus

Die Skulptur des Neocorus, hier mit Bischof Gothart Magaard im Jahr 2011

Die Skulptur des Neocorus, hier mit Bischof Gothart Magaard im Jahr 2011

Neocorus hieß mit bürgerlichem Namen Johann Adolf Köster. Er hatte im niedersächsischen Helmstedt Theologie studiert, war dann zunächst Schulleiter in Büsum, bis die Gemeinde ihn 1590 zu ihrem Pastor wählte. Zu seinem Namen kam er als er Geschichtsschreiber: Sein historisches Werk, die „Chronik des Landes Dithmarschen“, gehört zu den Schätzen der Kieler Universitätsbibliothek. Sie wurde nie gedruckt, zu sehen ist dort das handschriftliche Original des Gelehrten. Sie wurde erstmals von Prof. Christian Dahlmann im Jahre 1827 herausgegeben.

Im Juni 2009 wurde auf dem Vorplatz der Kirche, dem Neocorus-Platz, eine Skulptur des Dithmarscher Chronisten enthüllt. Jens Rusch schuf sie, Pastor Dr. Dietrich Stein saß ihm dabei Modell. Möglich gemacht haben das Projekt Henriette und Wilhelm Schmidt-Engels, die erst im letzten Jahr eine Stiftung für gemeingütige Zwecke eingerichtet haben. „Wir lieben die St.-Clemens-Kirche sehr“, sagt Henriette Schmidt-Engels. Und weil die Figur unter anderem vom Familienvermögen ihrer Eltern finanziert wurde, fügt sie hinzu: „Meine Mutter würde sich darüber freuen.“
Text und Bild: Inke Raabe