Vom Schatz im Silbersee, echter Freundschaft und wahrem Frieden

Predigtreihe zu Karl May in St. Clemens Büsum

Drei Sonntage – drei Gottesdienste. Das sind „Karl-May-Spiele“ auf Büsumer Art. Sicher ohne knallende Colts, Pferdegalopp, große Explosionen und packende Zweikämpfe. Aber nicht weniger spannend. Auf besondere Weise einmal hinter eine beliebte Lektüre geschaut. 

Pastor Jens Cahnbley, Kirchenkreis Dithmarschen, wird ab dem 6. September in St. Clemens auf Texte und Leben des Schriftstellers Karl May Bezug nehmen. Die Gottesdienste beginnen jeweils um 9.30 Uhr. Sie finden bei gutem Wetter vor der Fischerkirche auf dem Neocorus-Platz statt, bei Regen in der Kirche. Kirchenmusikalisch werden die Gottesdienste von Kirchenmusikdirektor Gunnar Sundebo und dem Posaunenchor unter der Leitung von Heike Jühlke gestaltet. Bitte an Mund-Nasen-Schutz denken. 

Wahre Schätze

Gottesdienst am 6. September, 9.30 Uhr

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden“ (Matthäus 6, 19). Diese warnende Mahnung von Jesus hat wohl kaum jemand so eindringlich durch Geschichten veranschaulicht wie Karl May: Vor allem in seinem Roman „Der Schatz im Silbersee“, wo May unser Augenmerk besonders richtet auf die große Gefahr der Gier.

Stattdessen sollten wir unsere inneren Schätze, die uns je persönlich gegeben sind, suchen und nutzen. Welche waren das bei Karl May?

Echte Freundschaft

Gottesdienst am 13. September, 9.30 Uhr

 „Ein Freund liebt allezeit“ (Sprüche 17,17) – entsprechend natürlich eine Freundin.   Auch noch keine Neuigkeit bedeutet es, dass Karl May unvergessliche Freundschaften dargestellt hat, von denen die mit Winnetou nur die berühmteste ist. Ihre Entstehung im Roman „Winnetou I“ zeigt zudem, wie sehr Freundschaft und Gerechtigkeit zusammenhängen: Denn zwischen echt befreundeten Personen besteht gleiche Augenhöhe; sie wird gerade dann immens wichtig, wenn mindestens eine der Personen sonst stark benachteiligt oder gar Verachtung ausgesetzt ist – etwa allein durch ihre Herkunft. 

Das Ziel des Friedens

Gottesdienst am 20. September, 9.30 Uhr

„… und Friede auf Erden …“ (Lukas 2, 14). Dass sich ausgerechnet Karl May sehr für dieses Ziel eingesetzt hat – am meisten in seinem Spätwerk, ist eher weniger bekannt. Neben dem äußeren Frieden in der Völkergemeinschaft war für May der innere Frieden der Seele ein genauso großes Herzensanliegen. Letzterer fand einen besonderen Ausdruck in dem „Ave Maria“-Lied, das May selber gedichtet und komponiert hat.